Erkältung bei Senioren

Frühling, feucht mal Kalt mal Warm, Zeit für Erkältung und Grippe. Ältere Menschen haben meist ein geschwächtes Immunsystem, was sie besonders anfällig für Infektionen macht.

Abwarten und Tee trinken, ein beliebter Ratschlag für Erkältungs-Patienten. Bei einem leichten grippalen Infekt kann man mit viel Ruhe, genügend Flüssigkeit, gesunder Ernährung und ausreichend Schlaf in der Regel auch in den Griff bekommen.
Doch ist das Immunsystem geschwächt, können sich schnell Komplikationen entstehen.

Senioren sollten eine Erkältung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Manchmal sind die Symptome gar nicht so ausgeprägt, obwohl der Zustand ernst ist. So bekommen viele nur geringes Fieber, obwohl die Grippe im vollen Gange ist. Das macht die Beurteilung des wahren Zustandes schwer.

Hinweise auf etwas ernsteres, können zum Beispiel Atemnot, starker Husten mit Fieber oder ein faulig-eitriger Geschmack im Mund sein. Auch starke, kaum erträgliche Schmerzen hinter der Stirn, in den Gliedern oder im Brustkorb sind Warnzeichen, die man nicht ignorieren sollte.. Bei diesen Beschwerden egal ob mit Fieber oder Ohne sollte ein Immungeschwächter Mensch einen Arzt aufsuchen.

Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, das ein grippaler Infekt nach etwa sieben Tagen abgeklungen sein sollte. Dauern die Beschwerden länger an, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

Wichtig:
Eine Grippe oder gar eine Lungenentzündung kann für einen Immungeschwächten Menschen tödlich sein. Und selbst wenn es nicht die Grippe selbst ist, so kann eine nicht ordentlich ausgeheilter Infekt den Herzmuskel angreifen und so weitere Komplikationen verursachen.

Ansteckungen vermeiden:
Erkältungsviren sind sehr infektiös, das heißt die Ansteckungsgefahr ist sehr groß. Beim Händeschütteln oder versehentlichen Anhusten können die Viren auf Ihren Körper gelangen. Auch Türgriffe in öffentlichen Gebäuden sind ein Risikofaktor. Entsprechend sollte man in einer Grippe/Schnupfen Welle besonders oft die Hände Waschen, sich von Verschnupften Menschen Fernhalten und wenn man Älter ist oder weiß das man ein gestörtes Immunsystem hat, ein Händedesinfektionsmittel mit sich führen und regelmäßig nutzen.

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Der Garten als Lichtblick- Hobbies fördern

Ab einem gewissen Alter fällt einem alles schwerer. Vor allem Gartenarbeit geht auf genau die Knochen die im Alter eh anfangen zu schmerzen. Und so wird ein von vielen Menschen Zeitlebens geliebtes Hobby irgendwann aufgegeben. Gärten Verwildern oder werden verkauft.

Doch ist der Garten erst einmal weg, kommt die Wehmut der Erinnerung. Wie war das so schön zwischen den Rosen und der Flieder roch immer so gut, und die Kirschen vom eigenen Baum….

Das schlimmste ist das viele Menschen dann aufhören überhaupt etwas zu machen. Sie fühlen sich zu alt für alles. Die geliebten Hobbies sterben und mit Ihnen ein Teil des Menschen. Dabei ist vor allem auch für Demenzkranke eine kontinuierliche Beschäftigung mit einem Thema das sie lieben eine gute Therapie das Fortschreiten der Krankheit einzudämmen.

Entsprechend möchte Ich Ihnen heute einige Bücher vorstellen, die Ihnen Alternativen zur Aufgabe eines Gartens liefern.

Man kann Gärten, ggf. mit ein wenig Hilfe der Kinder und Enkel, so umgestalten das man sie auch im Alter trotz Gesundheitlicher Probleme noch gut selbst pflegen kann.

Das fängt mit Pflanzen an die Pflegeleicht sind, über seniorengerechte Gartenwerkzeuge bis hin zu Hochbeeten, die einem die Arbeit mit gebeugtem Rücken oder auf Knien ersparen.


Gärten für Senioren: Bequem und pflegeleicht

Die Autorin Brigitte Kleinod zeigt in diesem Buch, wie man intelligent und vorrausschauend gärtnert um die nötigen Arbeiten und den Pflegeaufwand gering zu halten. Ihre Tipps nicht nur für Senioren, sondern für alle geeignet die nicht gar so viel Zeit in den Garten stecken können aber schöne Ergebnisse wünschen, beziehen sich neben der geeigneten Pflanzenauswahl vor allem auch auf die Ergonomische Gartengestaltung um die Arbeit im Garten zu erleichtern.
Gut zu Lesen, sinnvoll aufgebaut, sehr zu empfehlen.


Entspanntes Gärtnern für Senioren: Wie man sich im Alter sein grünes Paradies erhält
Dieses Buch aus dem Englischen von Patty Cassidy bringt jede Menge Tipps und Anleitungen für altersgerechtes Gärtnern. Die Vielen Schritt für Schritt Beschreibungen erleichtern das Verständnis ungemein. Dieses Praxisbuch ist für alle, die weiterhin mit Freude gärtnern wollen, auch wenn die Kräfte im Alter etwas nachlassen ein praxisorientierter Ratgeber. Viele praktische Tipps und Anleitungen zeigen, wie Sie sich die Aufgaben der Gartenarbeit grundlegend erleichtern können. Spezielle Gartengeräte, Techniken und Gestaltungsmöglichkeiten, die das Gärtnern erleichtern, werden ausführlich vorgestellt.


Der demenzgerechte Garten: Ein Leitfaden für die Erstellung einer fachgerechten und auf den besonderen Menschen zugeschnittenen Planung
Mit diesem Buch geht Tobias von Kortzfleisch auf die Speziellen Bedürfnisse und Gegebenheiten von Demenzkranken in Bezug auf den Garten ein. Dieses Buch richtet sich nicht so sehr an den Senior selbst, sondern ehern an die Betreuer, Familien und natürlich Pflegeeinrichtungen.
Die Gestaltung des Gartens soll ansprechend sein, aber muß auch die Gefahren berücksichtigen, etwa in Hinblick auf Giftige Pflanzen und Hilfsmittel die bei Falscher Verwendung gefährlich sein können.

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Betreuungskraft und mobiler Pflegedienst eine Ideale Zusammenarbeit

Man hat manchmal das Gefühl, das die deutschen Pflegedienste ganz bewußt gegen den Einsatz von Betreuungskräften sind, aus Angst vor Konkurrenz.

Doch das ist eigentlich gar nicht angebracht.

Die meist Osteuropäischen Betreuungskräfte sind zwar in der Regel gut ausgebildet und haben Berufserfahrung, aber sie können in Ihrem erlernten Beruf in Deutschland nicht offiziell arbeiten, weil sie dafür langwierige und teure Gleichstellungsüberprüfungen und Ergänzungsschulungen machen müßten. Das kann sich kaum ein Betreuer Leisten.

Entsprechend sind die Betreuer wirklich das, was der Name sagt, Betreuer. Sie führen den Haushalt der hilfsbedürftigen Person, aktivieren sie geistig und körperlich, leisten Gesellschaft und sorgen dafür das gerade Demente Menschen nicht die falschen Medikamente nehmen oder sich verlaufen oder sonst was anstellen, das sie oder andere gefährdet.

Etwas das ein Pflegedienst nicht leisten kann, ist er doch maximal 2- 3 mal am Tag für kurze Zeit anwesend.

Die Betreuer dürfen in Deutschland allerdings keine Spritzen oder Ähnliches verabreichen. Auch die regelmäßigeWundversorgung darf nicht durchgeführt werden. Dafür ist ein Mobil Pflegedienst zuständig.

Für den Hilfsbedürftigen bedeutet ein Betreuer, das er Aufstehen kann wann er möchte, essen wann er möchte, da der Betreuer immer da ist und man mit Ihm absprechen kann wann man gerne was tun würde. Das ist bei einem Pflegedienst kaum möglich, muß der doch viele Menschen versorgen und hat entsprechende Zeitpläne, wann wer besucht werden muß. Muß ein Mensch beim Aufstehen und Waschen begleitet werden, kann es passieren das man Ihn aus dem Schlaf reißen muß um den Zeitplan zu schaffen.

Muß der Mensch jedoch aufgrund eines Betreuers im Haus nur noch Medikamentös versorgt und ggf. Wundversorgung durchgeführt werden, entspannt das den Terminplan des Pflegedienstes und ermöglicht dem Betreuten wieder mehr Selbstbestimmung über seine Gewohnheiten und Tagesabläufe.

Und noch ein Punkt für den Betreuer im Haus: Wenn etwas passiert, der Hilfsbedürftige stürzt, einen Infarkt hat oder anderes, kann der Betreuer sofort eingreifen, den Notruf verständigen und Erstversorgung leisten.

Nun kommt mitunter das Argument der Sprachschwierigkeiten. Ja das kann ein Problem sein, denn Betreuer die gutes Deutsch können, wollen natürlich auch ein wenig mehr verdienen.
Um die Versorgung im Notfall nicht vom Geldbeutel abhängig zu machen, haben unsere Betreuerinnen zum einen immer die Telefonnummer einer zweisprachigen Mitarbeiterin die zur Not den Notruf und die Beschreibung der Symptome übernehmen kann, zum anderen erhalten unsere Mitarbeiter einen Notrufplan, auf dem die polnischen Begriffe der häufigsten Notfall Erkrankungen mit Ihrer Deutschen Übersetzung in Lautschrift stehen. So kann auch eine Betreuerin mit schlechten Deutschkenntnissen einen ordentlichen Notruf absetzen.

Fazit:
Betreuer bringen ein mehr an Lebensqualität und Sicherheit für hilfsbedürftige Menschen. Sie sind keine Konkurrenz für mobile Pflegedienste, sondern sie sind die Ideale Ergänzung für diese.

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Die Kaufmännische Seniorenbetreuung

Gastbeitrag von Marc Janßen

Nicht nur in der Seniorenpflege wird die Nachfrage immer größer. Auch die alltäglichen administrativen Aufgaben werden nicht weniger und müssen im Alltag bewältigt werden. Erst vor kurzem rief das Finanzamt Zehntausende Senioren, Rentner und Pensionäre auf, nachträglich für viele Jahre Einkommenssteuererklärungen abzugeben. Dies ist nur ein Beispiel aus dem großen Wust an Bürokratie. Gerade dann, wenn man nicht mehr aktuell informiert ist, schleichen sich schnell Fehler bei der Ausführung ein. Fehler die besonders bei behördlichen Angelegenheiten sehr teuer werden können. In solchen Fällen helfen Ihnen selbständige, professionelle und kostengünstige Seniorenbetreuer.

Kaufmännische Dienstleister verfügen in den meisten Fällen über eine abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung oder ein Studium und haben in den meisten Fällen eine vieljährige Berufserfahrung in kaufmännischen Bereichen. Der kaufmännische Seniorenbetreuer unterstützt Sie bei den vielfältigen Aufgaben, die in Ihrem privaten Büro anfallen. Ob es sich um die Korrespondenz mit Behörden und anderen Instituten handelt oder die Verwaltung Ihrer Unterlagen bei Ihnen zu Hause. Solche Aufgaben stellen einen kaufmännischen Seniorenbetreuer vor keine große Herausforderung. Je nach Dienstleister kann das Leistungsangebot sehr speziell und klein gehalten oder sehr breit gefächert sein. So biete ich zum Beispiel auch professionelle Computerschulungen, Recherchearbeiten und Sterbefallbegleitservices an.
Ein ganz wichtiger Rat: Vertrauen Sie nicht zu schnell. Insbesondere wenn es sich um Finanzen und persönliche Daten handelt, sollten Sie Vorsicht walten lassen. Schließen Sie nicht einfach per E-Mail oder Telefon obskure Verträge ab. Lassen Sie sich persönlich beraten. Für einen seriösen Dienstleister ist es selbstverständlich, Sie kostenlos und persönlich zu beraten. Sie können natürlich auch erst einmal weniger persönliche oder finanzielle Arbeiten machen lassen, um das Vertrauen mit der Zeit ansteigen zu lassen.

Meist geringere Kosten als bei gesetzlichen Betreuern

Die meisten Senioren kennen nur zwei Arten der Betreuung: die eigenen Angehörigen oder einen gesetzlich bestellten Berufsbetreuer. Ein selbständiger oder freiberuflicher Seniorenbetreuer kann nicht von einem Gericht als Betreuer bestellt werden. Es sei denn, er ist in einem Betreuungsverein oder Berufsbetreuer. Selbständige Dienstleister können jedoch gemäß dem „Recht auf selbstbestimmtes Leben“ als Bevollmächtigter eingesetzt werden. Sie dürfen selber entscheiden, welche Person Sie betreuen soll.

Während die Arbeit von Berufs- und Vereinsbetreuer nach einer pauschal festgelegten Stundenanzahl im Monat abgerechnet wird (zu Beginn 8,5 Stunden pro Monat für einen zu Hause lebenden vermögenden Betreuten), wird der Verdienst eines selbständigen Berufsbetreuers meist nach der tatsächlichen Arbeitszeit oder einer günstigen Monatspauschale berechnet.

Ein weiterer Vorteil eines kaufmännischen Seniorenbetreuers im Vergleich zum Berufsbetreuer ist das Selbstbestimmungsrecht. Ein seriöser selbständiger Betreuer wird Sie nicht bevormunden. Soweit möglich werden alle Entscheidungen und Dienstleistungen mit Ihnen abgesprochen und nach Ihren Wünschen erledigt. Ein gerichtlich bestellter Betreuer hingegen dient als Ihr Vormund. Ein selbständiger Seniorenbetreuer ist ein Dienstleister und für einen Dienstleister ist der Kunde König.
Zudem wird bei einem selbständigen Seniorenbetreuer nicht pauschal festgelegt in welchen Angelegenheiten er Sie vertritt. Sie können frei entscheiden und gestalten wie weit Sie den Betreuer in Ihrem Privatleben kommen lassen wollen.

Absetzbarkeit der Honorarkosten

Ein weiterer Vorteil bei der Inanspruchnahme von Dienstleistungen eines selbständigen Seniorenbetreuers ist die Absetzbarkeit der Kosten in der Steuererklärung. Gerade in der heutigen Zeit müssen immer mehr Senioren eine Steuererklärung abgeben. Zu versteuernde Ertragsanteile, Mehrfachbezug aufgrund mehrerer kleiner Betriebsrenten oder Pensionskassenzuwendungen und ähnliche Faktoren machen eine Abgabe der Einkommenssteuererklärung zur Pflicht.
Gemäß § 35a Einkommensteuergesetz (EStG) können „Haushaltsnahe Dienstleistungen“ in der Steuererklärung steuermindernd geltend gemacht werden. Ob Schriftverkehr, Büroorganisation oder Verwaltungsarbeiten; von all diesen Tätigkeiten können 20 Prozent der Lohnkosten bis zu einem Betrag von 4.000 Euro pro Jahr steuermindernd geltend gemacht werden.

Gastbeitrag von
Marc Janßen, Dienstleistung Janßen Düsseldorf, www.dienstleistung-janssen.de
- Ihr kompetenter Ansprechpartner für Seniorenbetreuung und kaufmännischen Dienstleistungen –

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Angehörige Pflegen – Tücken des deutschen Pflegegesetzes

Es gibt viele Familien in denen ein Familienmitglied sich bereit erklärt die pflegebedürftige Person zu betreuen.

Das ist meist eine gute Lösung, für den zu Pflegenden. Aber es hat auch seine Tücken.

Die Pflege eines Behinderten oder gar Dementen Menschen ist anstrengend. Je nach Krankheitsbild, kann es bedeuten das rund um die Uhr jemand zur Verfügung stehen muß. 7 Tage die Woche 365 Tage im Jahr. Das geht zu Lasten des Betreuers, seiner Gesundheit, des Familienlebens.

Irgendwann geht man auf dem Zahnfleisch, denn was viele nicht wissen und was man nur auf Nachfrage erfährt ist die Tatsache, das man als Betreuer ein Anrecht auf Verhinderungspflege hat.

Das bedeutet, das man für 4 Wochen im Jahr Urlaub machen kann und in der Zeit Anspruch auf mehr Geld hat, mit dem man einen anderen Betreuer, Pflegedienst oder auch einen kurzfristigen Heimaufenthalt bezahlen kann.

Bei 24 Stunden 7 Tage die Woche sind 4 Wochen Erholungsurlaub nicht viel, aber besser als wenn man irgendwann selbst zusammenklappt.

Natürlich erzählt einem das keiner Freiwillig, man muß seine Rechte kennen und die Anträge direkt bei der Krankenkasse anfordern. Leider gibt es dann bei den Formularen weitere Fallstricke, so zahlt die Krankenkasse nur, wenn der Verhinderungspfleger kein anderer Verwandter ist, der in gewissem Umkreis lebt. Erst ab einer größeren Entfernung wird auch ein Verwandter als Verhinderungspfleger anerkannt, wenn er nachweisen kann das erhebliche Fahrtkosten und evtl Verdienstausfälle in der Zeit eintreten.

Am einfachsten ist es, wenn die Verhinderungspfleger von einem nicht Verwandten durchgeführt wird. Also einem guten Bekannten oder Nachbarn der sich dazu bereit erklärt. Oder man engagiert für die Zeit eine Professionelle 24h Betreuung, spätestens da gibt es keinerlei Diskussionen mehr, da die Familie ja eine ordentliche Rechnung erhält, die sie der Krankenkasse vorlegen kann.

Und es gibt noch einen Fallstrick, die Zwangsberatung, die relativ neu eingeführt wurde um angeblich die Qualität der Pflege sicherzustellen… Wenn Sie einen Angehörigen pflegen, müssen sie alle 6 Monate einen Pflegedienst bemühen, der bei Ihnen zu Hause vorbei kommt um ein Beratungsgespräch zu machen und sich die Pflegesituation anzuschauen. Tun sie das nicht, wird das Pflegegeld um 25% gekürzt. Das einzig gute an der Schikane ist, das der Besuch des Pflegedienstes sie nichts kostet, sondern von der Krankenkasse bezahlt wird.

Wenn Sie entsprechend einen Brief von der Krankenkasse bekommen, der sie zu dem Beratungstermin auffordert, reagieren sie sofort. sollte der zu Pflegende im Krankenhaus oder einer Reha oder Kur sein, rufen sie sofort an und teilen dies der Krankenkasse mit. Notieren sie bei dem Gespräch bitte Namen des Gesprächspartners, Datum und Uhrzeit. Das ist wichtig, da wir schon erlebt haben das die Krankenkasse, trotz Mitteilung und Zeitnaher Termin Vereinbarung versucht hat das Pflegegeld zu kürzen.

Wenn Sie Kind oder Enkel sind und die Pflege vom Ehepartner des zu Pflegenden ausgeführt wird. Sprechen sie mit den Beiden über das Problem und kümmern sie sich ggf. in Ihrem Namen um die Kontaktaufnahme mit der Krankenkasse. Vor allem aber achten Sie darauf das bei Eintritt einer Kürzung sofort Widerspruch eingelegt wird.

Meine Meinung:
Das Pflegegeld wird ja nicht aus Jux gezahlt, sondern weil es einen Mehraufwand gibt, den viele nicht von Ihrer Rente zahlen können, da sind 25% weniger für einige Familien extrem viel Geld. Entsprechend bin ich der Ansicht, das es sich hier um eine extreme Schikane handelt. Vor allem weil viele Ältere Menschen die vieleicht einen Ehepartner pflegen den organisatorischen Aufwand überhaupt nicht handeln können und oft große Scheu haben um Hilfe zu bitten, oder gegen unrechtmäßige Bescheide Einspruch zu erheben. Viele Ältere Menschen leben immer noch in dem Glauben, was Behörden und Co machen wird seine Richtigkeit haben. Und da zählen auch Krankenkassen dazu und wenn dann die Kürzung kommt, obwohl evtl. ein Pflegedienst bemüht wurde, lassen Sie es mitunter einfach geschehen, weil sie glauben etwas falsch gemacht zu haben. Ohne einen Selbstbewußten Verwandten oder Freund, der sich des Problems animmt, haben diese Menschen ein Problem und die Krankenkase viel Geld gespart. Und das kann ja irgendwie nicht Sinn und Zweck des Pflegegeldes sein.

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Spiele für Senioren

Klingt ein wenig merkwürdig, wenn man von Spielen für Senioren redet, meinen sie nicht auch?

Spiele werden häufig immer noch mit Kindern assoziiert und gerade in der Betreuung von Senioren und Menschen mit Demenz ist man stets darauf bedacht, diese nicht zu infantilisieren.

Doch seien wir Ehrlich, zum Spielen ist man nie zu alt. Spielen fordert und fördert Fähigkeiten, unterstützt Geselligkeit, vertreibt Zeit und macht Spaß. Das gilt in jedem Alter.
Spezielle Spiele für Senioren braucht man nicht unbedingt, doch es gibt einige Dinge die es Senioren erleichtern an Spielen teilzunehmen.

Merkmale von Seniorenspielen
Es eine Tatsache, dass viele alte Menschen Einbußen bei der Sehfähigkeit und der Feinmotorik haben. Aus diesem Grund ist es bei vielen Spielen für Senioren so, dass die Figuren , Karten und ähnliches eine größere Größe haben, als bei anderen Spielen.
In dieser Form sind Klassiker wie “Mensch Ärger dich nicht”, Schach, Rommee, Skat oder Mühle für Senioren neu aufgelegt worden. Aber es gibt auch einige neue Spiele, die sich speziell mit Themenbereichen auseinandersetzen, die die geistigen Fähigkeiten fördern und in der Form besonders in der Betreuung von Demenz Patienten zum Einsatz kommen.

Dabei muß man nicht immer extra ein Spiel kaufen, es gibt auch einge Spielideen die man ohne großen Aufwand aus dem Hut zaubern kann, für ein spontanes Gruppenspiel.

Ein Beispiel für ein solches Spiel wäre etwa:
Was war das?
Die Gruppenteilnehmer schließen bei diesem Entspannungsspiel die Augen und lauschen. Der Spielleiter erzeugt ein relativ leises Geräusch (zum Beispiel: Papier schneiden, Luftballon aufpusten, mit einem Bleistift auf Papier schreiben). Die Gruppenteilnehmer öffnen die Augen und versuche zu erraten welches Geräusch sie gehört haben.

Oder Geschichtenerzähler:
Einer in der Gruppe sagt einen Satz, der nächste fügt einen weiteren Satz hinzu, so daß eine Geschichte entsteht.

Spielverlage für Senioren
Es gibt einige Verlage mit einem speziellen Spielangebot für Senioren. Dazu gehört unter anderem der Vincentz-Verlag, mit seinen Spielen die speziell Seniorenarbeit entwickelt wurden und Gedächtnistraining, Biografiearbeit und kleine Bewegungsübungen beinhalten.

Ein Beispiel aus dem Verlagsprogramm:

Vertellekes – das neue
Bei dem Spiel Vertellekes gibt es in der keine Spielbrett. Es werden „Spielfelder“ (runde Karten) in einem Kreis auf den Tisch gelegt. Auf den Spielfeldkarten sind verschiedene Tiere abgebildet. Es gibt nur eine Spielfigur, die von allen Mitspieler benutzt wird. Die Mitspieler würfeln der Reihe nach. Je nach Feld auf dem der Mitspieler landet, wird eine Karte gezogen. Auf den Karten sind Rätsel (zum Beispiel Sprichworträtsel, Stichworträtsel, Wortsammlungen, Fragen zur Biografie und kleine Aufgaben, wie pantomimische Darstellungen und Luftballonspiele).

Ein anderer auf Senioren spezialisierter Verlag ist Haptikon. Ein noch junger Verlag, der sich ganz den Senioren widmet.
Ein Spiel aus Ihrem Programm ist
“Typikato-alles Typisch”

Bei „Typikato – alles typisch!“ geht es um das spielerische Erinnern an Gegenstände, Utensilien, Begriffe, Wörter, Redewendungen oder Sprichwörter aus verschiedenen Bereichen des Alltags. 
Das Spiel basiert auf Themenkarten mit Fotos. Diese Themenkarten sind in zwei Rubriken unterteilt. Die Rubrik„Typisch für“ reicht vom heimischen Erfahrungsbereich (z.B. Wohnzimmer, Kleiderschrank, Küche, Werkstatt etc.) bis hin zum direkten Alltagsumfeld (z.B. Nutzgarten, Metzgerei, Gaststätte etc.). Die Rubrik „Alles was“ umfasst äußerliche Merkmale (z.B. rund, gestreift, eckig etc.) und Eigenschaften (z.B. sticht, wärmt, springt etc.) Die vielen Fotos laden ein zum Erinnern und Erzählen und bieten gemeinsamen Gesprächsstoff. Das Würfeln und das Ziehen mit der großen Spielfigur sprechen darüber hinaus den motorischen Bereich an

Es lohnt sich in die Verlagsprogramme beider Verlage hinein zu sehen, was wir im Laufe der Zeit auch für Sie tun werden indem wir nach und nach verschiedene Spiele im Blog vorstellen werden.

Bücher mit Spielen
Es gibt auch eine Reihe von Büchern, die Spielideen für die Arbeit mit Senioren beinhalten. Eines hatte ich schon vorgestellt, aus der Reihe “Aktivierung in der Seniorenarbeit”.
Weitere die wir demnächst vorstellen wollen hier schon mal in der Vorschau:

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Das Testament

Die Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit

Da wir in erster Linie ältere Menschen betreuen, kennen wir auch das Sterben und erleben mit was danach kommt. Viele Menschen machen sich darüber wenig Gedanken und irgendwann ist es vorbei und die Hinterbliebenen stehen allein da, ohne ein letztes Wort oder den letzten Willen zu kennen. Noch schlimmer als das Fehlen letzter Worte ist aber wenn die Hinterbliebenen sich anfangen um das zu streiten was Hinterlassen wurde. Und das ist nicht so selten wie man denkt und kommt bei weitem nicht nur bei Leuten vor, die Geld oder Häuser hinterlassen haben.

Die Frage warum sich viele Menschen scheuen ein Testament zu hinterlassen ist schnell beantwortet: Es ist die Angst vor dem Tot.

Setzt man ein Testament auf, muß man sich mit dem Tot beschäftigen. Die Tatsache, das man sterblich ist, würde man aber lieber verdrängen. “Ich sterben? Naja irgendwann mal, aber sicher nicht so schnell, ich hab noch Zeit.” Und dann kommt der Tag und es ist keine Zeit mehr übrig, in der man die Dinge erledigen und klären könnte, die man sein ganzes Leben vor sich hergeschoben hat.

Das Schlimme ist, das der Tot nicht nur ältere Menschen trifft, sondern oft genug auch jüngere. Im Endeffekt kann jeder von uns jederzeit sterben. Ein Unfall auf unseren überfüllten Straßen, eine Krankheit, die plötzlich und ohne Vorwarnung über uns hereinbricht. Dabei muß man nicht mal sofort in der Folge des Ereignisses sterben, nicht selten folgt dem Wiederbeleben ein ewig langer Dämmerschlaf, aus dem man nicht mehr vollständig erwacht und auch dann ist es schon unmöglich seine Angelegenheiten zu regeln..

Aber das sind alles Dinge an die ein normaler Mensch nicht denken will, obwohl sie doch bei genauerer Betrachtung Allgegenwärtig sind.

Mit einem Testament regelt man nicht nur was mit seinem Erbe passiert, nein man kann auch Worte und Gedanken hinterlassen, Weisheiten fürs Leben, Anekdoten der Lebenserfahrung die man angesammelt hat. Dinge die jenen die Zurückbleiben das Leben erleichtern, ein letztes Zeugnis der Liebe, der Anerkennung, eine letzte Berührung des Herzens. Ein gutes Beispiel, wenn auch ein sehr extremer Fall, ist der von Elena Desserich, die zwar mit 6 Jahren als sie an den Folgen einer Krebserkrankung starb, noch zu jung war ein Testament im Sinne des Gesetzes zu hinterlassen, aber alt genug um für Ihre Famile viele Briefe und Zettelchen zu schreiben und zu verstecken, damit diese auch wenn sie nicht mehr da war immer noch Botschaften erhält die von der Liebe des kleinen Mädchens für Ihre Familie künden. Kein Testament im Sinne des Gesetzes und doch weit mehr als mach Erwachsener seinen Angehörigen Hinterläßt.

Im Vollbesitz meiner Geistigen Kräfte….
Ein Testament kann man ab dem Alter von 16 Jahren bei einem Notar erstellen, ab 18 auch eigenhändig. Mit der Altersgerenze soll sichergestellt werden, das der Mensch der das Testament verfasst auch wirklich begreift was er tut und sich darüber klar ist, was die Aufteilung eines evtl. vorhandenen Erbes bedeutet.
Entsprechend ist auch eine fortgeschrittene Demenz, bei der ein Mensch eben nicht mehr begreift was vor sich geht ein Ausschlußkriterium für das Verfassen eines gültigen Testamentes.
Das ist wichtig zu wissen, vor allem wenn man sich sicher ist, das es nach dem eigenen Tod trotz Testament zu Streitigkeiten kommen kann, etwa weil man jemanden nur mit dem Pflichtteil bedenkt und ein Großteil des Vermögens jemanden hinterlassen will der ggf. nicht zur Familie gehört, oder von dieser nicht als Familienmitglied anerkannt wird.
Zwar gilt vor Gericht” im Zweifel für den Verfasser”, aber es kürzt die Diskussion ungemein ab, wenn man vor der Verfassung des Testaments seine Testierfähigkeit von einem Neurologen bestätigen läßt.

Ich hab meine Meinung geändert
Verfasst mein sein Testament frühzeitig, kann es immer passieren, das man seine Meinung ändert. Das Leben läuft weiter, die Beziehungen mit den Mitmenschen ändern sich, Ehen zerbrechen, neue Liebe findet sich, Kinder, Enkel, Urenkel kommen hinzu..
Ein Testament ist nicht in Stein gemeißelt wenn es verfasst wurde, man kann es jeder Zeit ändern.
Einzig bei einem Berliner Testament in dem der Wille zweier Personen hinterlegt ist, muß auch der Mitverfasser seine Zustimmung zu Änderungen geben.
Außerdem kann kein zweites Testament einer der Partner mit Formulierungen verfasst werden das dem Berliner Testament widerspricht, dazu muß das Berliner Testament erst einvernehmlich entkräftete werden. In diesem Fall ist es sinnvoll sich Beraten zu lassen

Wie verfasse ich mein Testament?
Es gibt drei Möglichkeiten: Einmal kann man es handschriftlich hinterlegen, dann kann man es von einem Notar beurkunden lassen, was vor allem dann sinnvoll ist, wenn man etwas mehr zu vererben hat und/oder Erbstreitigkeiten befürchtet. Und zu guterletzt gibt es noch das Berliner Testament in dem zwei Partner ihren letzten Willen gemeinsam Formulieren.

Der Notar
Wie schon gesagt ist bei größerem Vermögen ein Notar hilfreich. Zum einen achtet er darauf, das das Testament rechtlich einwandfrei ist, zum anderen brauchen die Erben in den meisten Fällen nicht lange auf den Erbschein warten, um als Erben anerkannt zu werden und z.B. auf Konten oder andere Vermögenswerte zugreifen zu können.
Nachteil: Wenn man das Testament ändert, muß man das erste Testament vom Notar zurücknehmen und vernichten, bzw durch das Neue Testament ersetzen lassen. Das kostet natürlich jedes mal.

handschriftliches Testament
Handschriftlich heißt auch Handschriftlich, nicht mit Schreibmaschine, nicht mit Computer erstellt, sondern selbst, persönlich geschrieben und auch Unterschrieben. So kann bei Streitigkeiten ein Gutachter feststellen, ob das Testament tatsächlich vom genannten Verfasser ist oder nicht.
Wichtig ist eine eindeutige Überschrift (Testament oder letzter Wille) und ein Datum, damit das Teestament sofort eindeutig als Dokument identifiziert werden kann. Die sonstige Form ist Egal, man sollte nur auf klare eindeutige Aussagen achten, um Missverständnisse und daraus vorprogrammierte Streitereien zu verhindern.

Sonderfall Berliner Testament
Das Berliner Testament ist wie schon gesagt ein Testament das von zwei Personen verfasst wird. In der Regel sind das Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner. Die Unterzeichner setzen sich im Falle des Todes gegenseitig als Erben ein, die Kinder oder evtl andere Personen als Schlußerben.
Das beutet, wenn ein Partner stirbt erbt der andere alles, erst wenn auch dieser verstirbt, bekommen die Kinder oder andere Erbberechtigte Personen das Vermögen. Wichtig zu bedenken ist, das das Berliner Testament nur geändert werden kann wenn beide Partner zustimmen. Noch wichtiger: Das gilt auch dann wenn ein Partner bereits verstorben ist. Sprich eine Änderung der Schlußerben ist nach dem Tode eines Partners nicht mehr möglich. Es seie denn es wurde eine Freistellungsklausel vereinbart, das dem Überlebenden ausdrücklich eine Änderung des Testamentes erlaubt.
Alles in allem verschafft das Berliner Testament Sicherheit für den zurückbleibenden Partner, aber da es sich nur schwer bis gar nicht ändern lässt sollte man sehr gut überlegen und sich auch rechtlich beraten lassen, ehe man sich zu dieser Form des Testamentes entschließt.

Wo bewahre ich mein Testament auf?
Zuhause ist nicht sinnvoll, da es dann zum einen eher durch Zufall gefunden wird und zum anderen vom Finder ggf. vernichtet wird, wenn es für Ihn ungünstig ausfällt. Besser ist immer, wenn das aktuell gültige Testament beim Nachlassgericht hinterlegt wird.

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Preis für Platz 5 Kunst Memo


Noris 661 2661 – Senior-Premium Kunst-Memo

Als Preis für den fünften Platz in unserem Gewinnspiel haben wir ein schönes Memory Spiel ausgesucht. Memory ist eine klassische Methode das Gedächtnis zu schulen. In erster Linie geht es dabei um das Kurzzeitgedächtnis, da man sich die Position der Karten merken muß. Dieses hier ist aber nicht nur als reines Memory konzipiert.

Das Kunst Memo lehrt auch gleichzeitig ein bischen was über Kunst und das Gelernte kann man ebenfalls im Memory einsetzen und somit das Langzeitgedächtnis schulen und sein Kunstwissen vertiefen.

Die erste Spielvariante in der man einfach zwei gleiche Bilder sucht kennen wir, in der zweiten Spielvariante sucht man zwei verschiedene Bilder des selben Künstlers. Hat man das Vorwissen nicht, muß man sich reinlesen, damit beschäftigen, was die Grauen Zellen anregt. Aber auch wer vorwissen besitzt, muß das Gedächtnis strapazieren und dieses Ausgraben..

Dieses Memory erfreut somit nicht nur mit herrlichen Bildern großer Künstler sondern trainiert das Gedächtnis auch mit zwei Schwierigkeitsgraden was nicht nur für Senioren gut ist.

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Seniorenhandys und Seniorentelefone

Telefone speziell für Senioren? Wozu soll das gut sein?
Wer sich die Frage schon mal gestellt hat, dem ist nicht klar das Senioren ganz andere Anforderungen an Technik stellen als junge Menschen.

Punkt 1: Viele Senioren sehen schlecht und/oder können nicht mehr so gezielt ihre Finger bewegen das sie die kleinen Tasten an normalen Telefonen oder gar Touchpad-Handys nutzen könnten.

Punkt 2: So manch alter Mensch trägt ein Hörgerät, das macht es schwer mit normalen Telefonen etwas zu hören, da es zu Interferenzen kommen kann.

Punkt 3: Die wenigsten Senioren sind Technik affin. Sie wollen Telefonieren und nicht erst herausfinden müssen wie das denn geht. Sie brauchen keine Riesen Menüs und auch keine unnützen Spielchen oder Kameras, die sie eh nie benutzen.

Was hingegen für viele Senioren wichtig ist, sind Notruftasten. Eine Große Rote Taste nicht zu verfehlen, mit der man entweder direkt den Notruf wählt oder aber eine Anrufkette startet, die erst Betreuer oder Verwandschaft anklingelt und wenn keiner rangeht dann ebenfalls auf den Notruf geschaltet wird.
Das ist wichtig, vor allem für Herzpatienten, aber auch für alle anderen Senioren. Es passiert nun mal das man hinfällt einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hat… In dem Moment kann es Leben Retten wenn mit einer einzigen Taste Hilfe herbeigeholt werden kann.

Entsprechend ist auch die GPS Funktion in Seniorenhandys Hilfreich, ist der Mensch spazieren oder einkaufen und es passiert unterwegs was, wird dem Rettungsdienst nicht nur der Notruf, sondern auch gleich der Standort gemeldet, was die Rettung stark beschleunigt.

Aber nicht nur im Falle eines Unfalls oder Anfalls ist die GPS Funktion sinnvoll. Auch Demente Senioren mit Orientierungsstörung können mit Hilfe des GPS Signals einfacher gefunden werden. Wobei sich hier das Problem ergibt, wie man dafür sorgt das der Patient das Handy auch immer dabei hat.

Festnetztelefone

Bei Festnetztelefonen haben wir die Wahl zwischen Schnurgebunden und Schnurlos. Wenn das Schnurlose ständig verlegt wird oder das Aufladen vergessen geht macht es recht wenig Sinn. Dann wäre ein Schnurgebundenes Telefon im Flur und ein zweites im Schlafzimmer besser. Warum im Schlafzimmer? Damit auch wenn man nicht in der Lage ist aufzustehen, sofort einen Notruf absetzen kann.

Ansonsten wäre das Schnurlose zu empfehlen, am besten mit zwei Hörern, die Abwechselnd auf der Ladestation sind. Auch hier sollte eine Ladestation im Schlafzimmer stehen, für die Nacht.

Im folgenden Stelle ich Ihnen mal einige gute Senioren Festnetzelefone vor:

Doro Secure 347 Großtastentelefon mit 2 mobilen Notrufalarmgebern
Neben den großen Tasten hat das Doro Secure auch noch 4 Direktwahltasten die mit Foto hinterlegt werden können. Eine praktische Merkhilfe der hinterlegten Nummer. Weiteres Plus: neben dem Klingeln verfügt es auch über ein Optisches Anrufsignal.

Das Highlight sind aber die beiden mitgelieferten schnurlosen Alarmschalter. Eines ist zum Umhängen, das andere kann am Arm befestigt werden. So kann jederzeit an jedem Ort der Wohnung oder des Hauses ein Notruf gesendet werden wenn was passiert. Wie bei jedem Schnurlosen Festnetztelefon ist die Reichweite natürlich begrenzt.

Das Drücken des Notrufknopfes löst eine Anrufkaskade aus, die selbst festgelegt werden kann. Geht der Angerufene dran und drückt die Raute Taste, wird die Freisprechfunktion des Telefons aktiviert, geht er nicht ran, wird nach 60 Sekunden die nächste Nummer gewählt.

Bei der Programmierung braucht es die Hilfe von Kindern und Enkeln, aber die alltägliche Bedienung ist sehr einfach.

Audioline Bigtel 50 Alarm plus
Auch das Bigtel bringt neben extra großen Tasten einen Notruftaster mit, den man wahlweise am Arm oder um den Hals tragen kann. Zwar hat es auch 3 Direktwahltasten, leider haben sie aber nicht die Möglichkeit mit Bildern als Merkhilfe aufzuwarten.
Dafür hat es eine erhöhte Hörgeräte Kompatibilität, was das Telefonieren auch ohne Freisprecheinrichtung direkt mit dem Hörer angenehmer macht für Hörgeräteträger. Auch läßt sich die Hörerlautstärke individuell anpassen, und wenn man mal kein Hörgerät trägt, gibt es die Taste extra laut (+40db) und das Telefonieren funktioniert trotzdem.

Weiteres Highlight: Das Gerät spricht die Nummern die man eingibt, und auch die Nummern entgangener Anrufe kann man sich Vorlesen lassen.

Hier kann man drei Notrufnummern Hinterlegen, die der Notruf nacheinander abarbeitet, wenn der Knopf gedrückt wird.

Auch hier ist die Programmierung was für die jüngere Generation, aber wenn das erledigt ist, ist die Handhabung Kinderleicht.

Tristar Sologic B935
Das Tristar Sologic Bildtasten Telefon ist ein Schnurloses Telefon bei dem neben den Großtasten am Hörer zusätzlich die Station über 10 Programmierbare Bildtasten verfügt. Das Display am Höhrer ist groß so das angezeigte Nummern gut zu sehen sind.

Es wird nur ein Hörer mitgeliefert, es können aber weitere eingebunden werden. Der Lautsprecher ist extra für Hörgeräte Optimiert. Leider verfügt es nicht über eine Automatische Notruf Funktion, man kann nur über die einprogrammierten Kurzwahlen den Notruf tätigen… Wobei man hier natürlich auch das Telefon mit sich herumtragen kann für den Fall das was ist… Dennoch wäre eine einfach leicht erkennbare Notruftaste sinnvoll.

Panasonic KX-TG6591 Schnurlostelefon mit Notruffunktion
Das Panasonic hat wieder die Empfohlene Notruf Funktion. Die Tasten sind beleuchtet und groß, das Display gut zu lesen. Der Lautsprecher ist auf Hörgeräte eingestellt.

Ausserdem hat das Telefon einen Anrufbeantworter.

Die Notruffunktion kann mit drei Nummern hinterlegt werden, sowie einem individuellen Text.
Auch hier gilt nach der Programmierung der Notruffunktion ein sehr einfach zu bedienendes Seniorentelefon.

Seniorenhandys

Bei Handys ist es die Frage, ob man ein normales Tastenhandy nimmt oder ein Smartphone. Gegen ein Smartphone spricht das sie oft viel zu kompliziert sind. Man muß sich erst ewig durch hin und her schieben die Telefonfunktion suchen. Ein Tasten Handy hingegen ist sofort einsatzbereit, man gibt nur die Nummer ein und drückt den Grünen Hörer oder man sucht durch die Taste Telefonbuch die entsprechende Nummer raus… Für Ältere Menschen ein klares Plus, weswegen wir im folgenden auch nur Tastenhandys für Senioren vorstellen.

Emporia Safety Plus Handy
Das perfekte Seniorenhandy. Neben Extra großen Tasten und Display, verfügt es über eine Notruftaste sowie zusätzlich über ein Armband mit weiterer Notruftaste.
Hinzu kommt ein Fallsensor, der einen Notruf auslöst sobald er einen Sturz registriert, was vor allem bei Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit und gestörtem Gleichgewichtssinn sowie im Winter wichtig ist. Der Notruf kann mit einer Tastenkombination unterbrochen werden.
Das große Highlight ist die GPS Funktion. Bei einem Notruf, wird zuerst eine SMS an die Notfallnummern gesendet, die die GPS Koordinaten enthält, dann wird die Anrufkaskade begonnen. Auf diese Art weiß der Notfallkontakt wo sich der Hilfsbedürftige Mensch aufhält auch wenn dieser aufgrund eines Sturzes oder anderen Gebrechens dies evtl. nicht mehr selbst mitteilen kann.

Einziges Manko, die GPS Funktion verbraucht sehr viel Akku Leistung. Regelmäßiges Aufladen ist somit Pflicht

Swisstone BBM 320 Seniorenhandy mit Notruftaste
Auch hier haben wir extra große Tasten, großes Display und die Notruftaste. Bei Drücken der Notruftaste wird erst eine SMS an die fünf eingespeicherten Nummern gesendet und dann eine nach der anderen Angerufen. Auch hier haben wir ein Akustisches Signal das Passanten auf den Notfall aufmerksam machen soll.

Praktisch ist die Ladeschale. So muß man zum Aufladen des Akkus nicht lange mit kleinen Steckerchen hantieren, sondern stellt das Handy einfach in die Ladeschale. Ein großer Pluspunkt, wenn man bedenkt das man im Alter oft nicht mehr so fingerfertig ist, wie eine Handyladegeräte erwarten.
Leider auch hier keine GPS funktion.

Doro Phone Easy 410gsm
Hier handelt es sich um ein Klapphandy, dadurch ist die Tastatur einerseits geschützt gegen unbeabsichtigtes Telefonieren, andererseits sind durch das Klappdesign auf kleinem Raum ein sehr großes Display sowie extra große Tasten möglich.
Der Lautsprecher ist Speziell für Hörgeräteträger konzipiert. Das Display ist Farbig und Kontrastreich, was die Lesbarkeit erhöht.
Die Notruftaste hat auch hier 5 Nummern die hinterlegt werden können und ist auf der Aussenseite des Klapphandys angebracht. Damit sie nicht aussversehen aktiviert wird, muß sie 3 Sekunden lang gedrückt werden um den Notruf zu aktivieren.
Weiterer Vorteil, die Aussenseite des Handys ist nicht glatt sondern leicht gummiert, wodurch es besser zu halten ist.

Wie bei allen gilt auch hier Programmierung durch die jüngere Generation, aber wenn das abgeschlossen ist, ist es super einfach zu bedienen.

Doro HandlePlus 334gsm
Dieses Handy ist so einfach gestaltet das auch Demente Senioren und kleine Kinder damit umgehen können. Es verfügt über 4 Anruftasten hinter denen entsprechend 4 Rufnummern hinterlegt werden, sowie über eine Notruftaste die an bis zu 5 Telefonummern eine NotrufSMS versendet. Das Menü kann gesperrt werden, so daß der Nutzer nicht ausversehen die Programmierung löschen kann. Ein gutes Telefon für alle die mit anderen Handys nicht mehr oder noch nicht zurecht kommen. Die vier einprogrammierten Nummern reichen um zumindest im kleinen Kreis zu telefonieren und vor allem im Fall der Fälle Hilfe herbei zu rufen. Leider hat das Handy keine GPS Funktion.

iNanny Ortungssystem Family
Eigentlich ist es gar kein Handy, sondern ein reines Ortungsgerät. Man gibt es dem Kind oder dem Dementen Menschen in die Tasche der Kleidung und kann im Fall des Falles diesen Menschen dann auf wenige Meter genau orten. Sehr sinnvoll bei Orientierungslosen Älteren Menschen, die gerne mal spazieren gehen.

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Die Pflegestufen

Wie auch in anderen Regelungen gibt es auch hier enorme Unterschiede zwischen den Regelungen in Deutschland und Österreich.

So gibt es in Deutschland nur drei Pflegestufen, während Österreich sieben Pflegestufen ausschreibt. In beiden Fällen wird die Pflegestufe theoretisch nach dem Pflegeaufwand der nötig ist den Menschen zu versorgen erhoben. Leider ist der Pflegeaufwand nicht immer gleich dem Betreuungsaufwand.

Ein Beispiel für Deutschland: ein Mensch mit Demenz, kann zwar allein Essen und sich Anziehen und vielleicht auch Waschen, hat also einen geringen Pflegeaufwand, aber durch seine Erkrankung ist er verwirrt und Orientierungslos, was bedeutet, das man Ihn nicht aus den Augen lassen darf weil er sich hilflos verlaufen würde, wenn er allein vor die Tür geht.

Nun aber zu den eigentlichen Pflegestufen, zuerst Deutschland:

Es gibt wie gesagt drei Pflegestufen:
Pflegestufe 1: Dem Menschen wird ein Pflegeaufwand von 90 Minuten pro Tag zugestanden, wobei 46 Minuten dabei auf die Grundpflege entfallen müssen… Damit sind Menschen gemeint die Hilfe beim Waschen oder beim Essen brauchen.
Pflegestufe 2 ergibt schon 180 Minuten Pflegeaufwand, wobei 120 Minuten der reinen Grundpflege zugute kommen müssen. Der hilfsbedürftige Mensch ist in der Bewegung stark eingeschränkt, kann sich allein nicht waschen, braucht Hilfe bei Toilettengängen und ggf. beim Essen.
Bei der Pflegestufe 3 hat man 300 Minuten Pflegeaufwand und 240 Minuten reine Grundpflege.

Aber was zum Geier ist denn die Grundpflege?
Die Grundpflege ist nur Körperpflege, Essen und Mobilität, also Aufstehen, ein wenig Bewegung, ggf. in den Rollstuhl setzen und jeder Gang der zur Grundpflege notwendig ist. In Pflegestufe drei haben wir meist Bettlägerige Menschen, also ist der erhöhte Zeitaufwand mit Windel wechseln und entsprechend zwischen drin Sauber machen, sowie regelmäßige Umlagerung, damit es keine Druckstellen gibt abgedeckt.
Dazu gehören weder Medikamentengabe, Ärztlich verordnete Therapien wie Krankengymnastik und schon gar keine Aktivierung des Hilfsbedürftigen Menschen.

Dafür bleibt einmal vorgerechnet bei Pflegestufe 1 44 Minuten und bei Pflegestufe 2 und 3 je 60 Minuten übrig. Das reicht oft gerade für Medikamentengabe und vielleicht ein paar schnelle Übungen zwischen Tür und Angel, damit überhaupt etwas für den geistigen und Körperlichen Zustand des Menschen getan werden konnte…

Wie sieht es nun in Österreich aus?

Um Vergleichen zu können rechne ich die Pflegezeit wieder in Minuten pro Tag um, da hier normalerweise in Stunden pro Monat gerechnet wird.

Bei der Pflegestufe 1 haben wir einen Pflegeaufwand von 100 Minuten pro Tag.
Die Pflegestufe 2 hat schon 150 Minuten pro Tag. Diese beiden Stufen betreffen also Menschen die sich weitestgehend selbst versorgen können und nur wenig Hilfe im Alltag bzw. Betreuung brauchen.
Für die Pflegestufe 3 werden schon 240 Minuten pro Tag veranschlagt. Dabei wird schon mit schweren Behinderungen und Gebrechen gerechnet, die die Beweglichkeit stark einschränken. Grundsätzlich werden hier z.b. stark Sehbehinderte und Rollstuhlfahrer eingeordnet.
Die Pflegestufe 4 wird mit 320 Minuten Pflege pro Tag veranschlagt. Hier werden von vornherein Blinde eingeordnet sowie Rollsthlfahrer die aufgrund Ihrer Krankheit nicht kontrollieren können wann sie auf die Toilette müssen.
Pflegestufe 5 erhält 360 Minuten pro Tag Pflege und beinhaltet jene die sich kaum noch Bewegen können und/oder für Alltägliche Dinge Hilfe brauchen. Dazu gehören Taubblinde, Rollstuhlfahrer die Ihre Arme nicht mehr nutzen können und nicht allein in den Rollstuhl oder aus dem Rollstuhl heraus kommen.
Pflegestufe 6 und 7 ist alles was mehr als 360 Minuten am Tag Hilfe benötigt. Ab Pflegestufe 6 wird von einer notwendigen Rund um die Uhr Betreuung ausgegangen weil eine Eigen oder Fremdgefärdung vorliegt, was auch schwere Demenz mit einschließt(Stufe 6) bzw die vollständige Bewegungsunfähigkeit oder nicht Koordinierbarkeit bzw eine gleichwertige Einschränkung (Stufe 7)

In Österreich gibt es nicht die Einschränkung auf die Grundpflege. Die Zeiten die für die Pflege angesetzt werden sind nicht nur höher, sondern auch dem realen aufwand viel näher als die der deutschen Pflegeversicherung.

Es wird auch die schwere Demenz berücksichtigt, bei der ein Mensch rund um die Uhr betreut werden muß, ein Punkt der in Deutschland nur am Rande berücksichtigt wird.

Um eine Pflegestufe zu erhalten, muß in Deutschland wie in Österreich ein Antrag gestellt werden. Der Hilfsbedürftige Mensch wird dann von einem Arzt /dem Medizinischen Dienst begutachtet und der notwendige Pflegeaufwand wird festgestellt. In Österreich werden wie oben erläutert einige Behinderungen auch ohne zusätzliche Begutachtung von vornherein in bestimmte Pflegestufen einsortiert.

In Deutschland wird eine Pflegestufe nur gewährt, wenn sie vorraussichtlich für 6 Monate zutrifft. In Österreich gibt es diese Einschränkung nicht, dafür wird aber bei längerem Krankenhausaufenthalt kein Pflegegeld gezahlt.

Dafür gibt es in Deutschland die Möglichkeit der sogenannten Verhinderungspflege: Wenn Die Familie den Menschen selbst betreut und der Pflegende mal ins Krankenhaus muß oder Erholung braucht kann für die Zeit eine Verhinderungspflege beantragt werden, die entweder kurzfristig in einem Heim durchgeführt werden kann, oder aber den Mehrbedarf der durch Einschalten einer Professionellen Betreuung entsteht zu einem Teil deckt.

Das war ein kurzer Überblick über die Pflegestufen und was im Allgemeinen in diesen Enthalten ist.

Wer noch Fragen oder Anregungen hat, kann gerne die Kommentarfunktion nutzen (Kommentare werden von Hand freigeschaltet um Spam zu vermeiden.)

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